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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

ThyPoAI EU.inc – Plattform für professionelle Ernährungsberatung

Stand: Juli 2026

Rechtlicher Hinweis: Diese AGB regeln ein B2B-Verhältnis zwischen dem Betreiber und gewerblich tätigen Ernährungsberatern. Sie wurden mit dem Ziel einer ausgewogenen, AGB-rechtlich belastbaren Risikoverteilung erstellt und sollten vor produktivem Einsatz durch eine Fachanwältin bzw. einen Fachanwalt für IT-Recht final geprüft werden.

§ 1 Geltungsbereich & Nutzerkreis (B2B)

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Leistungen, die über die Plattform ThyPoAI EU.inc (nachfolgend „Plattform" oder „Betreiber") erbracht werden. Betreiber der Plattform ist:

ThyPoAI EU.inc
TESTStraße 123 84000 Testhausen

Ausschließlich unternehmerische Nutzung: Zahlungspflichtige Verträge über die Nutzung der Plattform kommen ausschließlich mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (Ernährungsberater in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit) zustande. Ein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher (§§ 312g, 355 BGB) besteht daher nicht. Mit der Registrierung als Berater versichert der Nutzer, als Unternehmer zu handeln.

Klienten nutzen die Plattform ausschließlich im Rahmen des Beratungsverhältnisses mit ihrem jeweiligen Berater und schließen keinen zahlungspflichtigen Vertrag mit dem Betreiber.

Die Nutzung der Plattform setzt die vollständige und vorbehaltlose Zustimmung zu diesen AGB voraus. Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Betreiber stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform (§ 126b BGB) zu.

§ 2 Leistungsbeschreibung

ThyPoAI EU.inc ist eine digitale Software-as-a-Service (SaaS)-Plattform, die folgende Kernfunktionen für registrierte Ernährungsberater und deren Klienten bereitstellt:

  • Digitale Klientenverwaltung und Anamnese-Erfassung
  • Erstellung und Verwaltung individueller Ernährungspläne auf Basis der BLS-4.0-Nährstoffdatenbank
  • Erfassung und Analyse von Laborwerten (Blutbild, Vitamine, Mineralstoffe)
  • Differenzanalyse zwischen SOLL- und IST-Nährstoffversorgung
  • Supplement-Empfehlungen auf Basis EU-zugelassener Health Claims
  • Online-Terminbuchung und Zahlungsabwicklung über Stripe
  • Klienten-Self-Service-Portal für den digitalen Zugang zu Plänen und Empfehlungen
  • Rezept- und Tagesvorlagen-Verwaltung

Reine Werkzeug-Funktion: Der Betreiber stellt ausschließlich die technische Infrastruktur bereit. Er wird zu keinem Zeitpunkt Partei des Beratungsvertrags zwischen Berater und Klient und erbringt selbst keine Ernährungsberatung.

Kein Medizinprodukt: Die Plattform ist ein Verwaltungs- und Kommunikationswerkzeug. Sie stellt kein Medizinprodukt im Sinne der Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) dar und ersetzt weder eine ärztliche Diagnose noch eine medizinische Behandlung. Sämtliche Ernährungsempfehlungen sind als individuelle Beratungsleistung des jeweiligen Beraters zu verstehen und nicht als Heilversprechen oder medizinische Therapie.

§ 3 Vertragsschluss

Der Vertrag zwischen dem Betreiber und dem Nutzer (Berater oder Klient) kommt mit der erfolgreichen Registrierung und der Bestätigung der E-Mail-Adresse zustande. Bei Beratern tritt der Vertrag erst mit der ausdrücklichen Freigabe des Kontos durch den Betreiber in Kraft.

Der Nutzer muss bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben machen. Falschangaben berechtigen den Betreiber zur sofortigen Sperrung oder Löschung des Kontos ohne Erstattungsanspruch.

§ 4 Pflichten der Berater

Berater verpflichten sich mit der Registrierung zur Einhaltung folgender Grundsätze:

  • Qualifikationsnachweis: Berater müssen über eine anerkannte Ausbildung oder Qualifikation im Bereich Ernährungsberatung verfügen und diese auf Anfrage nachweisen können.
  • Datenschutzrechtliche Verantwortung: Der Berater ist bezüglich der Gesundheits- und Personendaten seiner eigenen Klienten Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Er ist selbst dafür verantwortlich, die erforderlichen Rechtsgrundlagen und ausdrücklichen Einwilligungen (Art. 9 Abs. 2 lit. a bzw. h DSGVO) seiner Klienten einzuholen, seine Informationspflichten (Art. 13/14 DSGVO) zu erfüllen und Betroffenenrechte zu bedienen. Der Betreiber verarbeitet diese Daten ausschließlich als Auftragsverarbeiter nach Maßgabe von § 7 dieser AGB.
  • Berufsrechtliche Sorgfalt: Der Berater erbringt seine Leistungen eigenverantwortlich nach den anerkannten Regeln seines Berufsstands und beachtet die Grenzen zur Heilkunde (Heilpraktikergesetz) sowie die Vorgaben der Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.
  • Unabhängige Beratung: Berater beraten ausschließlich im Interesse ihrer Klienten. Jede Form von versteckter Produktwerbung oder provisionsbasierten Empfehlungen ist untersagt.
  • Schweigepflicht: Berater sind zur Verschwiegenheit über alle im Rahmen der Beratung erlangten Informationen verpflichtet.
  • Zugangsdaten: Berater sind für die sichere Aufbewahrung ihrer Zugangsdaten verantwortlich. Sie haften für alle Aktivitäten, die über ihr Konto vorgenommen werden.
  • Keine Weitergabe: Berater dürfen ihre Zugangsdaten nicht an Dritte weitergeben.
  • Aktualität der Daten: Berater halten ihre Profilangaben stets aktuell.
  • Meldepflicht: Sicherheitsvorfälle, Datenlecks oder Verdacht auf unbefugten Zugriff sind dem Betreiber unverzüglich zu melden.

Berater handeln als selbstständige Unternehmer und nicht als Angestellte oder Beauftragte des Betreibers. Der Betreiber haftet nicht für die Qualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der von Beratern erbrachten Beratungsleistungen. Der Berater stellt den Betreiber von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden Verletzung seiner Pflichten aus diesem Paragraphen beruhen.

§ 5 Pflichten der Klienten

  • Klienten machen bei der Anamnese und in allen Formularen wahrheitsgemäße Angaben.
  • Klienten informieren ihren Berater über alle relevanten gesundheitlichen Veränderungen.
  • Klienten bewahren ihre Zugangsdaten sicher auf und geben sie nicht weiter.
  • Klienten sind sich bewusst, dass Ernährungsberatung keine ärztliche Behandlung ersetzt. Bei medizinischen Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen.

§ 6 Vergütung & Zahlung

Hinweis: Diese Klauseln beschreiben das Guthaben-Modell und sind vor Veröffentlichung rechtlich (anwaltlich) zu prüfen.

Der Betreiber stellt Beratern eine Software-Plattform zur Verfügung. Der Beratungsvertrag kommt ausschließlich zwischen Klient und Berater zustande; der Betreiber ist nicht Vertragspartei. Die Abrechnung der Beratungshonorare erfolgt direkt zwischen Berater und Klient und nicht über die Plattform; der Betreiber erhebt hierauf keine Provision.

6.1 Tarife & Grundgebühr (Berater)

Die Nutzung der Plattform durch Berater erfolgt im Rahmen eines Tarifs mit monatlicher Grundgebühr (z. B. Student, Standard, Plus, Premium). Jeder Tarif enthält ein monatliches Inklusiv-Guthaben sowie ein Klienten-Limit. Die jeweils gültigen Tarif-Konditionen werden vor Vertragsschluss und im Abrechnungsbereich transparent angezeigt. Die Abrechnung der Grundgebühr erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe.

6.2 Guthaben & Aufladungen

Aus dem Guthaben werden plattforminterne Leistungen bezahlt – insbesondere die Nutzung fremder Rezepte und Tagespläne anderer Berater sowie KI-gestützte Rezeptgenerierung. Das monatliche Inklusiv-Guthaben verfällt zum Monatsende; zusätzlich erworbenes Guthaben (Aufladepakete) bleibt bestehen. Beim Kauf eines Aufladepakets wird eine tarifabhängige Aufladegebühr vom Aufladebetrag abgezogen, die vor dem Kauf ausgewiesen wird.

6.3 Rezept- und Tagesplan-Nutzungsgebühren (Sharing)

Nutzt ein Berater ein geteiltes Rezept oder einen geteilten Tagesplan eines anderen Beraters, wird der entsprechende Betrag vom Guthaben abgebucht und zu 100 % dem erstellenden Berater als Guthaben gutgeschrieben. Die aktuellen Nutzungspreise sind im Abrechnungsbereich einsehbar.

6.4 Klienten-Limit & Zusatz-Klienten (Overage)

Überschreitet die Anzahl betreuter Klienten das Tarif-Limit, kann der Berater in einen höheren Tarif wechseln oder die zusätzlichen Klienten gegen eine tarifabhängige monatliche Gebühr je Zusatz-Klient (Overage) aus dem Guthaben freischalten. Die Höhe wird transparent ausgewiesen.

6.5 Preisanpassungen

Der Betreiber behält sich vor, Tarife, Guthaben- und Nutzungspreise mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, sofern wirtschaftliche oder technische Entwicklungen dies erfordern. Änderungen werden den Beratern mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform (per E-Mail und über die Plattform) angekündigt. Erhöht sich die Grundgebühr, steht dem Berater ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Erhöhung zu; kündigt er nicht bis dahin, gilt die Anpassung als angenommen. Bereits erworbenes Aufladeguthaben bleibt von Preisanpassungen unberührt.

§ 7 Datenschutz & Auftragsverarbeitung

Soweit der Betreiber im Rahmen der Plattformnutzung personenbezogene Daten der Klienten eines Beraters verarbeitet, handelt er als Auftragsverarbeiter und der Berater als Verantwortlicher im Sinne des Art. 28 DSGVO. Verantwortlicher für die eigenen Stammdaten des Beraters (z. B. Kontodaten, Abrechnungsdaten) ist der Betreiber; hierzu gilt die Datenschutzerklärung.

Für die Verarbeitung der Klientendaten schließen Berater und Betreiber einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Der AVV ist Bestandteil des Berater-Vertragsverhältnisses; ihm wird im Registrierungsprozess ausdrücklich zugestimmt und er ist jederzeit in den Kontoeinstellungen abrufbar. Der Betreiber verarbeitet Klientendaten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Beraters und im Umfang der Plattformfunktionen.

Der Betreiber setzt Unterauftragsverarbeiter (z. B. Hosting, Zahlungsdienstleister, E-Mail-Versand) nur nach Maßgabe des AVV ein. Details, Rechtsgrundlagen, Speicherfristen und Betroffenenrechte ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

§ 8 Haftungsbeschränkung

Der Betreiber haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Betreibers beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Betreibers beruhen. Ebenfalls unberührt bleibt die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) – also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf – ist die Haftung des Betreibers auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Im Übrigen ist die Haftung des Betreibers für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Betreiber – vorbehaltlich der beiden vorstehenden Absätze – nicht für:

  • Beratungsfehler: Inhaltliche Fehler, Unterlassungen oder Schäden, die aus der Ernährungsberatung durch selbstständige Berater entstehen. Berater sind eigenverantwortliche Unternehmer; ihre Beratungsleistung liegt allein in ihrer Verantwortung.
  • Gesundheitsschäden aus Empfehlungen: Gesundheitliche Folgen, die auf die Umsetzung der von einem Berater erteilten Ernährungsempfehlungen zurückzuführen sind. Für die Richtigkeit und Eignung individueller Empfehlungen haftet ausschließlich der beratende Berater. Die unbeschränkte Haftung des Betreibers für von ihm selbst zu vertretende Verletzungen von Leben, Körper und Gesundheit (Abs. 1) bleibt hiervon unberührt.
  • Datenverlust durch Dritte: Schäden durch unbefugten Zugriff Dritter (Hacking, Phishing, Malware), sofern der Betreiber die nach dem Stand der Technik gebotenen und zumutbaren technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat.
  • Missbrauch von Zugangsdaten: Schäden, die daraus entstehen, dass ein Nutzer seine Zugangsdaten nicht ausreichend geschützt oder an Dritte weitergegeben hat.
  • Höhere Gewalt: Ausfälle und Schäden durch Ereignisse, die außerhalb des Einflussbereichs des Betreibers liegen (z.B. Naturkatastrophen, Stromausfälle, Angriffe durch staatliche Akteure, Pandemien, Internet-Backbone-Ausfälle).
  • Drittanbieter: Schäden durch Ausfälle oder Fehler bei Drittanbietern wie Stripe, Cloud-Anbietern oder E-Mail-Dienstleistern, soweit deren Auswahl sorgfältig erfolgte.
  • Datenvollständigkeit: Unvollständige, veraltete oder fehlerhafte Nährstoffangaben in der BLS-4.0-Datenbank oder anderen externen Datenquellen.

Soweit die Haftung des Betreibers ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Nutzers ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.

§ 9 Datensicherheit

Der Betreiber setzt technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) gemäß Art. 32 DSGVO ein, um die Sicherheit der gespeicherten Daten zu gewährleisten. Dazu gehören insbesondere verschlüsselte Datenübertragung (TLS/HTTPS), Zugriffskontrolle, regelmäßige Backups sowie Hosting ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union.

Kein absoluter Schutz: Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kann eine vollständige Sicherheit vor Cyberangriffen technisch nicht garantiert werden. Der Betreiber haftet nicht für Schäden, die durch Angriffe entstehen, gegen die trotz der nach dem Stand der Technik gebotenen und zumutbaren Maßnahmen kein wirksamer Schutz möglich war; § 8 bleibt unberührt. Nutzer werden gebeten, ihren Berater und den Betreiber unverzüglich zu kontaktieren, sobald sie Hinweise auf einen Sicherheitsvorfall bemerken.

Im Falle einer Datenpanne handelt der Betreiber im Rahmen seiner Rolle (Auftragsverarbeiter bzw. Verantwortlicher) gemäß Art. 33 und 34 DSGVO. Als Auftragsverarbeiter unterstützt und informiert er den betroffenen Berater als Verantwortlichen unverzüglich, damit dieser seine Melde- und Benachrichtigungspflichten erfüllen kann.

§ 10 Verfügbarkeit

Der Betreiber bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, garantiert jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, Updates oder technische Störungen können zu vorübergehenden Ausfällen führen. Ein Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichtverfügbarkeit besteht nur nach Maßgabe von § 8.

§ 11 Vertragslaufzeit & Kündigung

Das Berater-Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums ordentlich gekündigt werden, sofern im gewählten Tarif nichts Abweichendes transparent ausgewiesen ist. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Nutzer können ihr Konto zudem jederzeit ohne Angabe von Gründen in den Account-Einstellungen löschen. Der Betreiber kann ein Konto mit sofortiger Wirkung sperren oder löschen, wenn:

  • ein Verstoß gegen diese AGB vorliegt,
  • der begründete Verdacht auf Missbrauch oder rechtswidrige Nutzung besteht,
  • ein Nutzer falsche Angaben bei der Registrierung gemacht hat,
  • ein Sicherheitsrisiko für andere Nutzer oder die Plattform festgestellt wird.

Im Falle einer Sperrung durch den Betreiber besteht kein Anspruch auf Wiederherstellung des Kontos oder Erstattung bereits gezahlter Beträge, soweit der Nutzer die Sperrung durch eigenes Fehlverhalten verursacht hat.

Datenexport & Löschung nach Vertragsende: Nach Beendigung des Berater-Vertragsverhältnisses stellt der Betreiber dem Berater die Klientendaten nach Maßgabe des AVV für einen begrenzten Zeitraum zur Ausleitung bereit und löscht sie anschließend bzw. gibt sie zurück, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 12 Änderungen der AGB

Der Betreiber kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, um sie an geänderte Rechtslagen, höchstrichterliche Rechtsprechung oder geänderte Leistungen anzupassen. Änderungen werden dem Berater mindestens 30 Tage vor ihrem geplanten Inkrafttreten in Textform (per E-Mail und über die Plattform) mitgeteilt.

Wesentliche Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung oder wesentliche Rechte und Pflichten betreffen, werden nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Beraters wirksam (z. B. durch aktive Bestätigung beim nächsten Login). Eine bloße fortgesetzte Nutzung gilt insoweit nicht als Zustimmung. Stimmt der Berater einer wesentlichen Änderung nicht innerhalb der Ankündigungsfrist zu, ist der Betreiber berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens ordentlich zu kündigen; bis dahin gelten die bisherigen Bedingungen fort.

Bei nur unwesentlichen Änderungen (z. B. redaktionelle Anpassungen, Klarstellungen ohne inhaltliche Auswirkung) genügt die vorstehende Ankündigung; widerspricht der Berater nicht bis zum Inkrafttreten, gelten sie als angenommen, worauf in der Ankündigung gesondert hingewiesen wird. Das Recht zur Kündigung bleibt unberührt.

§ 13 Streitbeilegung

Da diese AGB ausschließlich Verträge mit Unternehmern (§ 1) betreffen, besteht keine gesetzliche Pflicht zur Teilnahme an einem Verbraucherschlichtungsverfahren. Der Betreiber ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) nicht verpflichtet und nicht bereit.

Hinweis: Die frühere EU-Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform) wurde von der Europäischen Kommission zum 20. Juli 2025 eingestellt; ein Link hierauf besteht daher nicht.

§ 14 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertragsverhältnis ist – soweit der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist – der Sitz des Betreibers.

Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.